Ekvalizator 2.0

IN CONTROL – THE UNCONTROLLABLE
Alice Morey, Magdaléna Manderlová

Ausstellung verlängert bis 05.04.

 

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Eröffnung: Fr. 04.03.2016  –  19 Uhr
Ausstellung: 05.03.2016 – 05.04.2016 – Öffnungszeiten: nach Vereinbarung

 

Ekvalizator

Die Ausstellung ist Teil des Projekts Ekvalizator – eine Serie von Kooperationen junger Künstler aus Berlin und Mittelosteuropa. Als zweiter Teil dieser zweiten Begegnung wird vom 7. März bis 11. März 2016 ein Workshop mit jungen Geflüchteten stattfinden, die zum Teil in unmittelbarer Nachbarschaft der Zwitschermaschine in der Potsdamer Straße untergebracht sind.

 

Magdaléna Manderlová

Landschaft ist der Ausgangs- und der zentrale Punkt in ihrer Wahrnehmung und in ihrem künstlerischen Ausdruck. Magdalena ist keine der seichten Landschaftsmaler, ihre Arbeiten behandeln einen tiefer reichenden Kontext. Sie versteht Landschaft nicht als ein Topos das Beschreibung erforderte oder die Reproduktion der konkreten Formen. Sie sucht nach dem Essentiellen, dem Beständigen, das zwischen den Zeilen verborgen ist. Ihre Arbeiten haben oft Tagebuchcharakter, sind feinfühlig, lyrisch aber stets auch sehr eng mit der Realität verbunden. Magdalena nimmt die natürliche Welt als eine unerschöpfliche Quelle wahr, als endlose Formenvielfalt.
In ihrer Sicht ist die Landschaft abstrakt, voller Gesten und Symbole. Magdalena schafft einen komplexen, kontinuierlichen Ausdruck ihrer Auffassung der Natur, von deren Bedeutungen und Beziehungen. Dieses Verständnis von Landschaft und kreativen Prozess in Verbindung mit einem nomadischen Umherschweifen bildet schließlich ein eigenständiges Thema aus.

(Martin Klimes)

 

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Landscape is a starting and a crucial point of her perception as well as of her artistic expression. Magdaléna is not one of the shallow landscape painters, her work deals with much more deeper context. She does not see the landscape as a topic that requires description, neither reproducing of the concrete forms. She searches for the essential, for the permanent what is hidden between the lines. She seeks for moments, in which her unconsciousness is confronted with the landscape. Her works are often diary based, delicate, lyric, but still very much attached to reality. Magdaléna perceives the natural world as an infinite source, as an endless shape variability.

From her perspective, the landscape is abstract, full of gestures and symbols. What she creates is a complex, continual expression of her perception of the natural world, its meanings and relationships. This conception of landscape and creative process, along with her nomadic drifting, forms an independent theme.

(Martin Klimes)

 

 

Alice Morey

Die Bilder von Alice sind von pulsierenden Farben und Gefühlen erfüllt, während sie gleichzeitig versucht, die Erzählung von dystopischen Landschaften einzufangen. Zunächst schichtet sie quasi auf die Oberfläche einen unkontrollierbaren Bewusstseinsstrom und frei assoziierte Motive und löst dann einzelne Partien wieder ab um den Entstehungsprozess sichtbar zu machen. Die organischen Formen und Muster sind Teil der intuitiven Gestaltung eines eigenen Raums und sind zu verstehen als Widerschein einer ursprünglichen Wahrnehmung. Inspiriert von Industriedesign, Verfall und Morphosen verknüpft sie diese Welt mit ihren Gedanken zu einem neuen Umweltbewusstsein und existentiellen Fragen des Posthumanismus.
In ihren jüngsten Arbeiten, der Polyethylen-Serie, hat die Einbindung von neuen Materialien wie Polymeren und Latex, eine Entwicklung vorangetrieben hin zu einem eher körperlichen Zugang zu ihrer Arbeit, in der nun widersprüchliche Materialien miteinander in Beziehung gesetzt und überhöht werden, wodurch eine zum Teil absurde Gestik entsteht.

 

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Alice’s paintings are filled with vibrant colour and feeling as she resolves to capture a narrative of dystopian landscapes. Layering the surface with an uncontrollable stream of consciousness and self-made motifs she then peels away sections to reveal a history of the process. The organic shapes and patterns are intuitive designs of her own space and form a cognitive reflex. Inspired by industrial design, decay and morphosis she intertwines her thoughts on the new environmental era and existential questions of post-humanity.
As in the most recent works; polyethylene series, the introduction to new materials; polymers and latex, has encouraged a development of a physical approach to her work with a contradiction and glamorization of materials, incidentally fusing them together and allowing absurd gestures to evolve.

 

Ekvalizator wird unterstützt vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, vom QM Schöneberger Norden und vom Tschechischen Zentrum Berlin.

 

 

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