Lutz Leibner / Frank Wolf Matthies
BEIGESELLUNGEN // FÜR IVAN BLATNÝ
Bilder & Übertragungen

 

Eröffnung: Fr 12.05.2017, 19 Uhr
Ausstellung: 13.05. – 18.05. • Sa – Do 14 – 19 Uhr
Finissage: Do 18.05., 19:00 Uhr

Lesung – Eröffnung – Fr 12.05. 20 Uhr:
Jakub Kotrč liest aus Pomocná škola Bixley/Hilfsschule Bixley (Übertragung F. W. Matthies)

Lesung – Finissage – Do 18.05., 19 Uhr:
Hermann Jan Ooster liest Texte von Ivan Blatný und F. W. Matthies

 

Ein Ausnahmegenie der modernen tschechischen Literatur ist der Dichter Ivan Blatný (1919-1990), der vier Jahrzehnte seines Exils in England in psychiatrischen Anstalten verbrachte. Als ihn Jürgen Serke 1982 für sein Buch „Die verbannten Dichter“ besuchte, war erst ein einziges seiner Gedichte ins Deutsche übertragen. 1992 und 2005 erschienen in Deutschland und Österreich zwei schmale Gedichtbände, in Prag eine mehrbändige Werkausgabe des vormals verbotenen und verfolgten Autors. Frank-Wolf Matthies hat als Privatdruck bisher vier Bände unter dem Titel „Hilfsschule Bixley“ übertragen und eingehend kommentiert, die er als „work in progress“ weiter fortsetzt. Lutz Leibner, sein Künstlerfreund und bewährter bildnerischer Begleiter seiner Bücher, ist mit farbigen Drucken und Originalgrafik dabei.

(Dr. Hannes Schwenger)

 

Ivan Blatný (*1919 Brno, †1990 Colchester) erlebte zuerst einen enormen literarischen Erfolg in der Tschechoslowakei, nach seiner Emigration 1948 aber wurde sein Werk verboten und sein Name sollte aus der Tschechischen Literaturgeschichte ausgelöscht werden. Die Lebensgeschichte von Ivan Blatný gehört in Tschechien zu den großen tragischen Schicksalen des 20. Jahrhunderts.

 

Lutz Leibner, geboren 1949 in Prestewitz/DDR, Umzug der Familie nach Jena 1952, Polytechnische Oberschule/Sportschule, Lehre zum Elektromonteur, Abitur, Pädagogikstudium, 1976 Exmatrikulation vom Studium und erste künstlerische Betätigung, Arbeit in verschiedenen Berufen: Plakatmaler, Heizer, Friedhofsarbeiter, Holzbildhauer; 1982 Übersiedlung nach Berlin Kreuzberg mit der Familie (drei Kinder), seitdem Kreuzbürger. Und seit 2013 Kreuzbürger mit Wohnsitz in Bad Freienwalde.

 

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