Eröffnung: Fr 02.02.2018 • 19 Uhr
Ausstellung: 03.02. – 18.02. • Mi – Sa 15 – 19 Uhr u.n.V.

 

Die Bilderserie „Die Jubelbude” von Torsten Prothmann ist nach Fotografien in der Jubelbude entstanden. “Die Jubelbude” ist ein Multi-Porträt eines Raumes- später hieß der Ort „Pogo Cowboy Dandy Club“, ist das Wohnzimmer eines Freundes des Künstlers in Berlin Charlottenburg. Die Bilder feiern die Gegenstände des privaten Clubs: Tisch, Stuhl, Sofa, der Kachelofen, der gefüllte Aschenbecher, leere Bierflaschen, runtergebrannte Kerzen, der einzelne Turnschuh, die Plattensammlung, die Stereoanlage, Fernseher als auch die Bilder an der Wand. Der gemalte Zyklus zeigt die Gegenstände des Clubs wiederholt und verdoppelt in verschiedenen Perspektiven, der Betrachter wird zum Detektiv, zum Archäologen, indem er oder sie anhand der Gemälde versucht, freiwillig oder unfreiwillig, bewußt oder unbewußt den ganzen Clubraum in seiner Dreidimensionalität zu rekonstruieren: der 2. Schuh unter dem Sofa, der volle Aschenbecher aus verschiedenen Blickwinkeln, das Poster von Marianne Faithfull an der Wand in verschiedenen Schärfen.

Die Gegenstände beziehen sich auf Rituale in (der) Gesellschaft mit dem Sound von Bob Dylan, Jefferson Airplane, Frank Zappa, Captain Beefheart, Nick Cave, Public Image und den dazugehörigen berauschten Gesprächen über die Fragen des Lebens. Lindy Annis, 2018

 

Torsten Prothmann * 1961 in Dresden, lebt und arbeitet in Berlin.
2012-2014 – Malereiworkshops Schloss Trebnitz // 2009 – 24/34/16 Kuratorenkonzept für Pavillon am Milchhof // 2007 – Interview mit kunsttexte.de // 2000 – Ateliergemeinschaft Milchhof // 1998-2008 – Gastdozent Malerei und Collage am wannseeForumseit // 1997 – Jugendprojektarbeit // 1994-1997 – Mitglied der Künstlergruppen Tschika Chybulski und French Cook // 1993-94 – Mitglied der Künstlergruppe SOMA in Berlin Kreuzberg // 1993 – Atelier in Paris // 1982-89 – Studium an der H.d.K., Meisterschüler bei W. Petrick

http://www.torstenprothmann.de/