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Vortrag: Mi 28,11,2018, 19:30 Uhr

 

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Thema des Vortrags ist, wie sich die Vorstellungen von repräsentativer Stadt- und Staatsarchitektur in der Hauptstadt der DDR entwickelt haben, wobei besonders auf das Wechselspiel von Horizontalität und Vertikalität eingegangen wird. Ausgehend von der kriegszerstörten Stadt wird gezeigt, wie die neue, die „schöne“ Stadt als Aufmarschplatz für Großdemonstrationen gedacht und geplant wurde, während das Zentrum der Stadt einem monumentalen, quasi himmelsstürmenden Regierungsgebäude vorbehalten blieb. Mit dem Beginn des „Kosmoszeitalters“, in dem sich der Sozialismus lange als Sieger beim Wettlauf ins All sehen durfte, wurden für dieses Höhenmonument dann Formen gefunden, die noch heute architektonisch überzeugen, den tieferen Sinn ihrer Bildsprache aber selbst vergessen haben.

Dr. Peter Müller ist Kunsthistoriker und Publizist. Geboren 1967 in Roßlau/ Elbe. Studium der Informatik, Kunstgeschichte und Publizistik an der Universität Rostock und der Freien Universität Berlin. 1997 Magister Artium mit einer Arbeit zur Planungs- und Baugeschichte des Berliner Fernsehturms („Symbol und Aussicht“). Zwischen 1998 und 2001 Mitglied des Graduiertenkollegs In den Jahren 1998 bis 2001 wirkte er als Mitglied des Graduiertenkollegs Politische Ikonografie an der Universität Hamburg und war Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft. 2002 promovierte er sich mit einer Arbeit (Symbolsuche) zur Geschichte der Ost-Berliner Repräsentationsarchitektur im deutsch-deutschen Kontext. Peter Müller erforscht die Verbindung von Politik und Stil in Kunst und Architektur nach dem Zweiten Weltkrieg. Überdies ist er seit 1992 auch für überregionale Zeitungen journalistisch tätig; unter anderem für die Berliner Zeitung, Die Welt, FAZ. Von 2003 bis 2005 war er als persönlicher Referent der Kulturstaatsministerin Christina Weiss tätig. Seit 2006 in verschiedenen Positionen tätig bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Peter Müller lebt und arbeitet in Berlin