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DECAY

Programm:

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The exhibition showcases recent works from the Sound Studies and Sonic Arts Master’s program at the Berlin University of the Arts during the span of two months. Each weekend offers an insight into the individual art practice of a student, creating an overview of the diverse, interdisciplinary field of the emerging generation of sonic arts. The theme of the exhibition invites us to witness various disparate works through the lens of decay, its potentials and constraints. What sort of strategies are there to both witness and work with decay? What if we were to think through decay, realising its hidden, complex potentials? Instead of avoiding, prolonging, or fighting against decay, how can we hold space for ambiguities?

There is a moment after something is conceived when it is still full of possibilities, multiplicities, controversies. Sentences, sounds, or images trigger our thoughts and propel us on a spiral of curiosity and excitement towards the unknown, raising the question: “What does this mean?”. This dimension of possibilities disappear when the unknown becomes known: accepted, repeated and circulated. According to the composer Herbert Brün, this is the process in which “A language gained is a language lost”. How do artists today deal with the unavoidable process of the decay of meaning?

Against a reduction of decay, we respond with the politicization of it: a way to think unheard and unseen possibilities in worldbuilding and its undoing.

* SoundsAbout is a collaboration between the Master’s program Sound Studies and Sonic Arts at the University Berlin and the gallery Zwitschermaschine, offering a project space to present and discuss, question and celebrate the work and ideas of our students and their guests for three months every year.

Die Ausstellung zeigt aktuelle Arbeiten aus dem Masterstudiengang Sound Studies and Sonic Arts an der Universität der Künste Berlin, die über einen Zeitraum von zwei Monaten entstanden sind. Jedes Wochenende bietet einen Einblick in die individuelle künstlerische Praxis eines Studenten und schafft einen Überblick über das vielfältige, interdisziplinäre Feld der aufstrebenden Generation der Klangkunst. Das Thema der Ausstellung lädt dazu ein, unterschiedliche Arbeiten durch die Brille des Verfalls, seiner Möglichkeiten und Grenzen zu betrachten. Welche Strategien gibt es, um den Verfall zu erleben und mit ihm zu arbeiten? Was wäre, wenn wir den Verfall durchdenken und seine verborgenen, komplexen Potenziale erkennen würden? Wie können wir, anstatt den Verfall zu vermeiden, zu verlängern oder zu bekämpfen, Raum für Mehrdeutigkeiten schaffen?

Es gibt einen Moment, nachdem etwas erdacht wurde, in dem es noch voller Möglichkeiten, Vielfältigkeiten und Kontroversen ist. Sätze, Klänge oder Bilder lösen unsere Gedanken aus und treiben uns auf einer Spirale der Neugier und Erregung in Richtung des Unbekannten und werfen die Frage auf: „Was bedeutet das?“. Diese Dimension der Möglichkeiten verschwindet, wenn das Unbekannte bekannt wird: akzeptiert, wiederholt und in Umlauf gebracht. Dem Komponisten Herbert Brün zufolge ist dies der Prozess, bei dem „eine gewonnene Sprache eine verlorene Sprache ist“. Wie gehen Künstler heute mit dem unvermeidlichen Prozess des Bedeutungsverlustes um?

Gegen eine Reduktion des Verfalls antworten wir mit einer Politisierung desselben: ein Weg, um ungehörte und ungesehene Möglichkeiten der Weltgestaltung und ihrer Zerstörung zu denken.

* SoundsAbout ist eine Kooperation zwischen dem Masterstudiengang Sound Studies and Sonic Arts an der Universität Berlin und der Galerie Zwitschermaschine, die jedes Jahr für drei Monate einen Projektraum bietet, in dem die Arbeiten und Ideen der Studierenden und ihrer Gäste präsentiert und diskutiert, hinterfragt und gefeiert werden.